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Freitag, 17.01.2014, 15:17


Ich verrate euch jetzt mal ein Geheimnis.
Eigentlich ist es ja Top Secret.
Und die Föderation der Planeten ist jetzt sicher sauer auf mich. Aber ich bin da auf der sicheren Seite, weil die gründen sich erst im Jahr 2200.

Ich kenne Captain Kirk, und Commander Spock.

„Na und“ , werdet ihr jetzt denken,“ wer kennt die denn nicht?“

Ja, aber ich kenn sie persönlich. In echt. Nicht nur in Farbe. Oder 3D.

Die beiden sind mittlerweile echte Mostviertler, und weil sie bei meiner Freundin zur Untermiete wohnen, seh ich sie mindestens einmal in der Woche.

Ich habe keine Ahnung was die zwei hierher verschlagen hat.
Hat es irgendwo einen Datenknoten gegeben? Sind wir in einem Paralelluniversum? Hatte der Wrap Antrieb eine Fehlzündung und schickte sie in die Vergangenheit.? Was ist mit dem Rest der Mannschaft passiert? Wo ist das Raumschiff? Man weiß es nicht, und wird es auch nie wissen, dann darüber schweigen sich die beiden aus.

Ansonsten sind die zwei freundlich, und charmant. Der Captain freut sich immer wenn ich auf einen Plausch vorbeikomme. Und sogar Mr.Spock, typisch Vulkanier, bekannt für ihre Emotionalitätsabkehr, also von Natur aus etwas kühler, lässt sich manchmal herab um ein bisschen mit mir zu kuscheln.

Aber, man darf nicht vergessen, die beiden sind Stars. Und Männer. Also männliche Stars. Oder starrsinnige Männer. Na ja auf jeden Fall sind sie verwöhnt. Mithilfe im Haushalt? Fehlanzeige. Von halbe halbe ganz zu schweigen.

Vielleicht liegts aber auch daran, dass sie aus der Zukunft kommen. Obwohl das stimmt mich jetzt für die kommenden Generationen bedenklich.

Auf jeden Fall wünschen die beiden Vollpension, Zimmerservice rund um die Uhr, und einen eigenen Butler.

Im Hochsommer vorigen Jahres, und der Hochsommer ist für diese Geschichte ein essentieller Punkt, sollte ich erstmals für eine Woche allein all diese Aufgaben übernehmen, da meine Freundin in den Urlaub fuhr.

Mit der männlichen Psyche hinlänglich vertraut, befinden sich doch auch in meinem Haushalt vier solche Exemplare, die zwar keine Stars sind, aber ab und zu mit solchen Allüren aufwarten, stellte diese Aufgabe wahrlich keine große Herausforderung an mich.

Dachte ich.

Am ersten Tag schritt ich mit genauen Instruktionen und Koordinaten bezüglich der Mahlzeiten zu meiner ersten Amtshandlung.

Schon beim Aufsperren der Tür, begrüßte mich ein gut gelaunter Captain mit den Worten:“ Frau Wau Wau, hmmmm lecker.“ Klingt jetzt ein bisschen komisch, aber er ist der deutschen Sprache nicht so gut mächtig. Das“ Frau Wau Wau“ ist sein Spitzname für mich, da ich bei den meisten meiner Besuchen meinen Hund mithabe, und der so ganz ohne Respekt vor dem Captain, diesen immer anbellt.
Und „hmmm lecker“, ist keine sexistische Bemerkung, sondern bezieht sich schlicht und ergreifend auf die diversen Leckereien die ich immer dabei habe.

Da von Mr. Spock weit und breit nichts zu sehen war, begann ich mal den Captain zu versorgen. Nach dem Essen wünschte er noch eine kleine Massage, und ein bisschen plaudern, dann war er auch schon glücklich.

In der Zwischenzeit hat sich auch schon der Commander zu uns gesellt. Die spitzen Ohren ganz aufgestellt, beobachtete er uns mit einigem Sicherheitsabstand skeptisch. Ich begrüßte ihn erfreut, was zur Folge hatte, dass er den Abstand erweiterte. Er ließ mal wieder den Vulkanier raushängen. Obwohl ich nie verstehen werde warum gerade Vulkanier kühl sind. Mit Vulkan verbinde ich Hitze, Lava, Feuer. Aber na gut, vielleicht brodelt es ja in seinem inneren und Vulkane brechen ja auch nicht jeden Tag aus.

Ich machte ihm sein Essen und er kam.

Kuscheln- nein. Essen- ja. Sofort. Gleich. Immer.

Nur nicht zuviele Emotionen zeigen, man könnte sie ja noch wo anders brauchen.

Wo war jetzt nochmal gleich der Unterschied zwischen den meisten männlichen Erdlingen und den Vulkaniern?

Ich war gerade auf dem Weg zur Tür als der erste Angriff mich völlig unvorbereitet traf.

Commander Spock fiel mir in den Rücken. Wortwörtlich. Nicht nur im übertragenen Sinn. Nach einem kurzen Kampf, konnte ich ihn abschütteln. Nun fing der Captain an mich zu umkreisten und schrie:„Ole, Ole Ole!“
Zuerst dachte ich er schreit „Oje, Oje Oje“, aber nach dem 50. Mal war ich mir dann ganz sicher, es war kein Mitleid, sondern ein Anfeuerungsruf an seinen Commander.

Der ließ sich auch nicht lange bitten, und konzentrierte sich nun auf meine Beine. Ich verfrachtete also den Captain ins nächste Zimmer und schrie:“ STOP!!!“ Das wirkt normalerweise immer.

Diesmal bekam ich die Antwort gesungen:“ …, in the name of love“. Oha, der Captain beliebt zu scherzen.

Hinter der verschlossenen Tür hörte ich ihn weiter laut lamentieren „Waun i net wü, dann wü i net!!“ Wirklich ein hervorragender Zeitpunkt um mir seinen Mostviertler Dialekt vorzustellen.

Ich hatte aber keine Zeit den Captain für seine Leistung zu loben, denn vor mir baute sich der Commander auf, bereit für seinen nächsten Angriff.

Nach einem kurzen aber heftigen Kampf, erreichte ich die rettende Tür, und flüchtete nach Hause.

Was war das denn? Sind den beiden beim Beamen einige Moleküle verrutscht. Sind sie gar nicht die für die sie sich ausgeben? Sind sie gar Klingonen? Und wenn sie Klingongen sind, wollen sie dann die Weltherrschaft?

Aber nicht kampflos. Nicht mit mir, meine Herren. Da habt ihr euch mit der falschen angelegt.

Am nächsten Tag, begann ich einiges an meiner Strategie zu ändern. Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.

Die da wären: Schianzug, Winterstiefel, Motorradhandschuhe, und Motorradhelm.

Die fragenden Blicke meines Mannes schweiften wie bei einem Tennisspiel zwischen Fenster, und meiner Ausrüstung hin und her.

Ja, wahre Helden habens schwer. Noch bevor er den Mund aufmachen konnte rief ich:“ Ich geh dann mal die Welt retten!“

So angezogen, nur ohne den Helm am Kopf , denn wahre Helden tragen den Helm unter ihrem Arm bis kurz vor dem Showdown, sonst würde man die entschlossene Miene und das wehende Haar ja nicht sehen.
Und gaaanz wichtig sie bewegen sich in Zeitlupe. Was sich bei mir übrigens von selbst ergeben hat. Probiert mal, bei über 30 Grad im Schatten in dieser Montur, euch schnell zu bewegen. Die wehenden Haare waren allerdings ein Problem, denn es war windstill, und mein Mann weigerte sich hartnäckig mit dem Ventilator neben mir herzugehen.

Na gut wir sind hier nicht in Hollywood, und meine Name ist nicht Bruce Willis. Und ich will auch nicht langsam sterben.
Also musste ich kleine Abstriche zur Kenntnis nehmen.

So schritt ich also unsere Straße entlang. Wie ein echter Weltenretter, langsam, entschlossen, nur ohne wehendes Haar.

Die Nachbarn schauten ebenso zweifelnd wie mein Mann. Aber ich hatte keine Zeit Erklärungen abzugeben. Ich musste mich auf meine Mission vorbereiten.

Kurz vor dem Ziel setzte ich entschlossen den Helm auf, und machte mich bereit.

Der Captain begrüßte mich mit den selben Worten, der Commander schaute skeptisch, und als ich wieder gehen wollte. Na eh schon wissen… Und täglich grüßt das Murmeltier.

In den folgenden Tagen, wurden die Zuschauer schon mehr, manche wünschten mir lächelnd „viel Glück“, manche klopften mir auf die Schulter.

Als ich nach dieser Woche meiner braungebrannten, gut erholten Freundin den Schlüssel brachte, schaute sie fragend auf meine Kampfspuren. Ich wollte gerade anfangen zu erzählen, da kam Mr. Spock der Kater, strich um meine Beine, hüpfte auf meinen Schoss und schnurrte.

Captain Kirk, der Papagei, ließ sich auf meiner Schulter nieder, und krächzte: „Guten Abend, Gut Nacht…“

War das eine Drohung? Ein Versprechen?

Egal. Auf mich könnt ihr zählen. Ich werde da sein, um die Welt zu retten.